Mundkrebs / Krebsvorsorge

Mund_Krebsvorsorge

Sind Bereiche der Mundhöhle von bösartigen Gewebeveränderungen betroffen, ist von Mund- oder Mundhöhlenkrebs die Rede. Als zur Mundhöhle gehörig gelten unter anderem Mund- und Wangenschleimhaut, Zahnfleisch, Gaumen, Zunge und Mundboden. Bei einem Großteil (etwa 90%) der Mundkrebserkrankungen handelt es sich um sogenannte Karzinome, also um Geschwulste, die ihren Ursprung im Deckgewebe der Haut haben. In den meisten Fällen tritt Mundhöhlenkrebs am Mundboden auf. Zu den möglichen Formen der Krebserkrankung zählen aber beispielsweise auch Lippen- und Zungenkrebs.

Warum ist eine Vorsorge besonders wichtig?

Mundhöhlenkrebs verläuft bei vielen Betroffenen zunächst weitgehend beschwerdefrei. Wenden sich Patienten schließlich wegen Beschwerden an ihren Arzt, ist die Krebserkrankung häufig schon fortgeschritten. Je früher die Erkrankung allerdings diagnostiziert wird, desto besser fallen die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung und Heilung aus. Daher tragen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Experten wie dem Münchner MKG-Chirurgen Dr. med. Sven Dannemann deutlich zu einem positiven Verlauf von Krebserkrankungen in der Mundhöhle bei.

Wird die Mundkrebsvorsorge von den Krankenkassen übernommen?

Da die Mundkrebsvorsorge eine aus medizinischer Sicht wichtige Untersuchung ist, tragen die Krankenkassen entstehende Kosten. In der Regel untersucht Dr. Dannemann im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung Mundschleimhaut und Zunge von Patienten mithilfe eines speziellen Spiegelgerätes. Durch das Abtasten von Lymphknoten an Unterkiefer und Hals ist es zudem möglich, etwaige Vergrößerungen zu entdecken. Ergibt sich auf Grundlage der umfangreichen Untersuchung der Verdacht auf Mundhöhlenkrebs, besteht ein nächster diagnostischer Schritt meistens in der Entnahme einer Gewebeprobe aus dem betroffenen Bereich. Bestätigt der resultierende Befund das Vorliegen von Mundhöhlenkrebs, ist es Dr. Dannemann etwa mithilfe von Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen möglich, die aktuelle Ausprägung eines Tumors zu bestimmen.

Was sind die ersten Anzeichen von Mundhöhlenkrebs?

Erste Symptome, durch die sich Formen des Mundhöhlenkrebses im fortgeschrittenen Stadium bemerkbar machen können, sind unter anderem vom betroffenen Bereich der Mundhöhle und dem Umfang eines vorliegenden Tumors abhängig. Zu den möglichen ersten Anzeichen der Erkrankung zählen beispielsweise Fremdkörpergefühle und/oder Schwellungen im Mund sowie Einschränkungen beim Sprechen und Schlucken. Außerdem kann Mundhöhlenkrebs bei Betroffenen lokale Taubheitsgefühle (Gefühlsstörungen), Beeinträchtigungen des Geschmacksempfindens (im Falle von Zungenkrebs), Lockerungen von Zähnen, Blutungen, Vergrößerungen von Lymphknoten und ausgeprägten Mundgeruch mit sich bringen. Allgemeine Symptome, die mit Krebserkrankungen einhergehen können, sind unter anderem gehäuftes Fieber, schneller Gewichtsverlust sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Im Rahmen einer regelmäßigen Mundkrebsvorsorge oder auch bei aufmerksamer Betrachtung des Patienten selbst ist es häufig möglich, bereits Vorstufen von Mundkrebs zu erkennen. Diese zeigen sich beispielsweise in Form von roten oder weißen Verfärbungen an den Schleimhäuten oder als wunde Bereiche, die nur schlecht wieder abheilen. Entdecken Patienten entsprechende Symptome, empfiehlt sich eine rasche fachärztliche Abklärung.

Welche Risikofaktoren tragen besonders zur Entstehung von Mundhöhlenkrebs bei?

Oft ist das Auftreten von Mundhöhlenkrebs nicht auf einzelne Risikofaktoren zurückzuführen. Vielmehr führt eine Mehrzahl an Faktoren zu dem Ausbruch der Erkrankung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass vor allem regelmäßiges Tabakrauchen in der Kombination mit häufigem Alkoholkonsum das Erkrankungsrisiko drastisch erhöht: Bei etwa 90% der Patienten, die von Mundhöhlenkrebs betroffen sind, handelt es sich um starke Raucher. Raucher, die zusätzlich häufig Alkohol konsumieren, verdoppeln ihr Risiko, an Mundkrebs zu erkranken.
Neben den Hauptfaktoren Tabak- und Alkoholkonsum können weitere Risikofaktoren das Auftreten der Krebserkrankung begünstigen. Zu nennen sind hier etwa genetische Veranlagung, häufige mechanische Reizungen der Mundhöhle (wie durch scharfkantige Zähne oder mangelhaft angepassten Zahnersatz), unzureichende Mundhygiene sowie Vitamin- und Mineralstoffmangel.

Wie läuft eine Behandlung von Mundhöhlenkrebs ab?

Eine wirkungsvolle Therapie von Mundhöhlenkrebs setzt immer eine individuelle Diagnostik voraus. Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse plant Dr. Dannemann dann einen geeigneten Behandlungsverlauf. In der Regel ist an der Therapieplanung zudem ein Expertenteam beteiligt, das sich neben Dr. Dannemann beispielsweise aus Fachärzten der Bereiche Onkologie, Röntgenkunde und Strahlentherapie zusammensetzt. In einen individuellen Therapieplan fließen unter anderem Aspekte wie die Wünsche des Patienten und dessen allgemeiner Gesundheitszustand ein. Vor allem sind aber Stadium, Ausprägung und Ort des zu behandelnden Tumors wichtige Faktoren.

Sofern möglich zielt die Therapie von Mundhöhlenkrebs auf eine chirurgische Entfernung des entsprechenden Tumors. Bei kleineren Geschwülsten im Anfangsstadium kann ein solcher chirurgischer Eingriff ausreichen. Sind bereits Lymphknoten durch Tochtergeschwülste in Mitleidenschaft gezogen, kann es notwendig werden, auch entsprechende Lymphknoten zu entfernen. Der Entfernung eines größeren Mundhöhlentumors schließt sich häufig eine Strahlentherapie (Radiotherapie) an. Mithilfe radioaktiver Strahlung können mögliche Tumorzellen, die sich nach der chirurgischen Behandlung noch im Körper befinden, bekämpft werden.
Ist Mundhöhlenkrebs in sehr fortgeschrittenem Stadium nicht mehr operativ zu entfernen oder spricht der allgemeine Gesundheitszustand eines Patienten gegen eine Operation, kann sich eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie zur Behandlung eignen.

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